Tuesday, May 22, 2007
second life
Bäh, nicht schon wieder, nicht schon wieder etwas über Second Life. Sogar die Provinzzeitung St. Galler Tagblatt hat inzwischen einen Bericht über Second Life geschrieben. Vor ein paar Monaten war Second Life sogar Titel-Thema beim Spiegel. Es scheint der Hype zu sein. 20 Minuten berichtet dauernd darüber. Der Blick auch. Trotzdem kenn ich keine Sau, die Second Life spielt bzw. benutzt. Und ich kenne ein paar Leute die sich sehr intensiv mit Internet und mit Online Rollenspielen beschäftigen. (yep, beschäftigen ist das richtige Wort ;-) ) Aber von denen ist kein Einziger in Second Live aktiv. Einer sitzt seit Monaten auf der Insel fest, auf der das Spiel beginnt. (er trifft immer wieder neue User, die nach den verlangten Übungslektionen ins richtige Second Life aufmachen. Er glaubt eine Sensation dort zu sein: Der Trottel von der Anfänger-Insel)
Aber warum gibt es denn einen solchen Second Life Medien-Hype? Ein Grund ist sicher, dass es einfach schick ist, über das neuste im Internet zu berichten. Die Zeitungen vermitteln dem Leser das Gefühl, sie seien über die aktuellsten Entwicklungen informiert. Die anderen Zeitungen ziehen mit vermeintlichen Hintergrundinformationen nach. Dabei scheint SecondLife vorallem für grosse Firmen und populäre Politiker (sofern es sowas noch gibt) interessant zu sein. Die Springerzeitung gibt eine virtuelles Blatt raus, verschiedenste Marken von Mercedes Benz bis Dell haben Niederlassungen und Werbung in Second Life platziert. Dies erstaunt. Denn Second Life hat, unter anderem, ein grosses Manko. Es können sich dort nur 50 User auf einmal an einem Ort aufhalten. Das sind werbetechnisch gesehen Peanuts. (sagt Wikipedia) Jeder Internetbanner einer kleineren Zeitung wird im Netz mehr beachtet. Und hier kommt die Ironie ins Spiel.
Zuerst aber noch zum Nutzen für den User von Second Life. Ich habe bis jetzt keinen wirklichen gefunden. Man kann nicht viel mehr machen, als im sonstigen Internet auch. Nur, dass man sich halt auf einer visuell anderen Plattform befindet. Statt Internetadressen einzugeben, fliegt man zu den gewünschten Orten. Was vom ästhetischen Standpunkt durachaus angenehmer sein kann. Aber sonst? Nix! Als alter Verschwörungstheorienfan sehe ich darin natürlich gleich den Versuch, das Internet zu kanalisieren. Die Oberfläche Internet aus dem Chaos in die heile Welt der Second Life Inseln zu befördern. Wo es sehr viel komplizierter ist, gänzlich unabhängige Projekte zu betreiben. Ja und darum machen diese kommerzverseuchten blattbedruckenden Lügenverkäufer auch so Werbung für dieses Teil. Allerdings ist es etwas einfacher.
Im Moment scheint es sich einfach zu lohnen eine Niederlassungen in Second Life zu haben, weil die Presse dann über einen berichtet. Man kriegt also gratis Publicity, während die Presse vermeintliche Aktualität suggeriert. Das funktioniert wirklich. Kein Artikel über Second LifeSecond Life vertreten sind. (siehe oben) Man gilt als innovativ weil man in neuem Medium Second Life aktiv ist, tut dies aber nur, weil man in den alten Medien deshalb genannt wird. Diese tun das netterweise in erstaunlicher Häufigkeit. Ein altes Phänonem im von Hypesüchtigen konsultierten Internet. (ich bin zum Beispiel auf den Blog Hype reingefallen und muss hier nun dauernd Texte schreiben, damit ich nicht mein Gesicht verliere) Vielleicht startet Second Life mit breiteren Auswirkungen wirklich noch durch. Wahrscheinlicher ist, dass es schon bald etwas "interessanteres" geben wird.
www.secondlife.com/
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Monday, May 14, 2007
Demokratie mal anders

Auf Spiegel Online ist ein sehr intressantes Interview zu lesen. Aufmerksam wurde ich darauf durch die Seite des Satire Magazins Titanic. Hier muss ich noch sagen, dass Tele Züri und vorallem Talktäglich langsam zu meinen liebsten Satireshows zählen. Heute sprachen Beni Turnherr und Chris "ichbinalles" von Rohr über den Gran-Prix d Eurovision. Herrlich lustig! "Weisch für die im Oste isch sowas wie Lordi was völlig neues...Hardrock isch für üs mit de Kiss scho meh als 20 Johr her, aber die im Oste lerned da ersch grad kenne..." ähm ja jetzt bin ich vom Thema abgekommen. Es geht in dem lesenwerte Interview nicht um Satire, sondern eher darum, warum die Medien immer mehr zu Satire Magazinen werden. Der Kommentar von Titanic ist auch sehr lesenwert.
Da kommt mir wieder in den Sinn wie empört die westlichen Medien waren, als die Muslime gegen die Mohamed Karikaturen auf die Strasse gingen. Sei sahen eine Gefährdung der Meinungsfreiheit. Von der aktiven Unterdrückung von Meinungen bzw. der Meinungsvielfalt wird weniger gesprochen. Marketing ist das Propaganda Mittel und Werbungen sind unsere Mao-Statuen (sorry Herr Stauber so offen ist die Werbung auch nicht). Kapialismus ist im Gegensatz zum diktarotischen geprägtem Kommunismus halt wirklich flexibler. Was viel erwähnt wird, wenn über ehemals kommunistische Staaten berichtet wird, ist dass es für die Leute da unterträglich war, keine Gewissheit zu haben welche Meldungen stimmten. Alles konnte manipuliert worden sein. Weil jede aktive Kritik unterdrückt wurde. Man konnte niemanden vertrauen. Da geht es uns besser, wir wissen nicht, das wir niemanden vertrauen können. Das ist einfacher. Wir können jeden Blödsinn oder noch so gescheites rauslassen. Das ist nicht nur angenehmer als eine Diktatur (und für das bin ich ohne Scherz dankbar), es ist auch einfacher die Leute ruhig zu halten. Wir unterdrücken jene die Kritik, welche relevant werden könnte, indem wir ihr die Plattform nehmen bzw. diese untergraben. Ungesund ist das natürlich trotzdem.
Das mit dem Irakkrieg hab ich bis heute nicht ganz begriffen. Die Amis und ihre Freunde bringen da ja die Demokratie unter. Aber irgendwie scheinen die Iraker auf die PR-Aktionen nicht gut zu reagieren. Vieleicht liegt das daran, das alle Manipulationsanstrengungen Tatsachen und ihre dramtischen Folgen nicht verhindern könne. Echt schade. Wir haben zwar das "ich bin im Fernsehen also bin ich" Pinzip entwickelt. Aber ich glaube es sterben auch Leute in Bagdad wenn wir davon keine Kenntnis nehmen. Und die Erde wird heisser, auch wenn die Weltwoche noch soviele Experten dagegen anschreiben lässt. Sein schafft ja Bewusstsein. Ich frage mich darum manchmal ernsthaft, ob die Matrix nicht schon viel realer ist, als wir alle glauben. Orwell hat sich getäuscht, es wird keinen Überwachunsstaat geben, ist viel zu kompliziert. Lass die Leute lieber glauben sie seien frei und bestimmten selbst über ihr Schicksal.
Spiegle Online Interview mit John Stauber
Titanic-Das entgültige Satire Magazin
Tele Züri Homepage
Ps:dieser Eintrag hat keine Relevanz, wahrscheinlich hab ich diese Meinung aus Zeitungen...
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Thursday, May 10, 2007
Monday, April 23, 2007
"Pollock der Film" oder "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!"
Gestern Abend kam auf ORF 2 der Film „Pollock“. Pollock gilt als einer der bedeutendensten Maler des 20. Jahrhunderts und war dies wohl auch. Ich hab mir nicht den ganzen Film angesehen, denn es war gelinde gesagt, nicht zum aushalten. Nicht gelinde gesagt scheisse. Ich frage mich, warum Leute sich solche Filme anschauen, wenn darin nur die Bilder bestätigt werden, welche sie eh schon von jemandem haben. Pollock war demnach ein Alkoholiker und Frauenheld. Mir soll bitte jemand mal einen erfolgreichen männlichen, nicht schwulen Künstler zeigen, der dies nicht war, der wäre dann was gaaaanz spezielles.
Der Hammer ist jene Szene, in welcher Pollock das Action Painting entdeckt. Er malt gerad ein Bild und verschüttet dabei etwas Farbe. Es (oder er) schaut sich das an und erstarrt für eine kurze Sekunde. (man nennt dies auch den Kuss der Muse Gruss an Romi!) In der nächsten Szene fängt er an, ganze Bilder mit seinen Farbklecksen vollzumachen. Aus dem Hintergrund kommt seine Frau immer näher, betrachtet was er treibt und sagt schliesslich zu ihm, den sicher nicht verhängnislosen Satz: „Das ist Polllock!“ Hier ein Bild des Teppichs in meinem Zimmer:
Was mich an dieser Szene ärgert ist folgendes. Dieser Fleck auf meinem Teppich entstand, als ich ein paar zugegebenermassen verrückte Freunde (die hatte Pollock sicher auch) auf Besuch hatte und wir alle etwas betrunken waren. Wir hörten laute Musik, sprangen durch die Gegend und einer dieser Idioten, vielleicht und ich hoffe es sogar, war ich es selber, stand auf eine Plastikfalsche Acrylfarbe, zertrat sie und dieses Geschmiere, welches oben auf dem Foto zu sehen ist, entstand. Ich habe diesen Fleck als Erinnerung an eine sehr lustige Nacht fotografiert. Ne hab ich nicht, aber hätte ich das und hätte ich vor 70 Jahren gelebt, wäre meine Freundin zu mir gekommen und hätte den sicher nicht verhängnislosen Satz gesagt: „Das ist Klein!“ So aber bin ich tragischerweise wieder einmal zu spät gekommen.
Pollock bei Wikipedia
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Es sind zu viele! (und sie werden immer mehr!)
Eine Bevölkerungsgruppe wird in unserer Zeit von noch viel zu vielen politischen Lobbys und Mythen geschützt. Sie rauben zwar unsere Sozialwerke aus, arbeiten nichts, bringen weder kulturell, sozial, wirtschaftlich oder irgendwie sonst einen kleinsten Nutzen, da ihre Hirne zu verkalkt sind. Dabei vermehren sie sich unbemerkt wie die Karnickel, nur nicht so vital. Auf Grund der allgemeinen politischen Corectness getraut sich niemand diesen homogenen Teil der Bevölkerung anzugreifen, obwohl er für die meisten Probleme von Heute und vor allem der Vergangenheit verantwortlich ist. Ich rede vom Sand im Getriebe einer neuen, besseren Welt, ich rede vom grauen Schlamm der Überforderung durch Veränderung. Ich rede von der grössten und noch wachsenden problematischen Bevölkerungsschicht: Den Alten!
Wie ich sie hasse, da bin ich ganz ehrlich. Sie verstopfen die öffentlichen Verkehrsmittel. Es herrscht inzwischen zwar überall Rauchverbot, aber wer schützt mich vor dem Gestank alten vergammelten Fleisches, dass sich nur noch wegen des medizinischen Fortschritts auf den Beinen halten kann. Die sich in Altersheimen bei geistiger Demenz verzweifelt an die letzen Ästchen ihres jämmerlichen Lebens klammern, umgeben von nutzlosen Pflegern die sie nur betreuen weil man so auf einfache Art viel Geld verdienen kann und einer Familie die sich nur um sie kümmert, weil sie bei diesem jämmerlichen Abgang in 20 Jahren auch nicht alleine sein möchte.
Sie stehen in riesigen Mengen in den Schlangen am Kiosk, am Postschalter, am Bahnhof und brauchen ewig um ihre bescheidenen Wünsche zu formulieren. Am Bileteschalter helfe ich diesen verachtenswerten Kreaturen inzwischen, da man sonst mit Garantie den Zug oder Bus verpasst. Sie hätten ja Zeit, könnten jeweils warten, die Jungen welche arbeiten, etwas leisten, vorbei lassen, aber nein, wie Reiche geizig, so werden Alte süchtig nach noch mehr Lebenszeit. Wie oft kam ich schon in gefährliche Situationen, weil ich einen alten Autofahrer (meiner Meinung nach müsste der Fahrausweis nach 65 eh entzogen werden) überholen musste, weil er oder sie auf einer 80 er Strecke mit knapp 45 dahergurkte, da sein oder ihr langsames Hirn, bei höheren Geschwindigkeiten völlig überfordert wäre. (Mann und Frau unterscheidet im Alter beim Autofahren definitiv nichts, sie fahren beide nur scheisse!)
Schmarotzen tun die Alten ohne schlechtes Gewissen. Natürlich war es früher nicht schwer die AHV zu zahlen, das war bevor die Wirtschaft begriffen hatte, dass sich die Menschen am einfachsten über hohe Fixkosten abzocken lassen. Heute aber wo wir Jungen das Geld dringendst bräuchten, horten es die Alten gierig in auf ihren Konten, wir werden es dann erben, wenn wir es wiederum nicht mehr so dringend brauchen. Altersrenten runter, Jugendrenten rauf! Ober sie verprassen es für Leute die ihnen das Scheissen abgewöhnen, in dem sie den Arsch geputzt kriegen. All die Kohle macht die Alten doch nur zu überforderten Konsumenten einer überbordenden Altmenschenindustrie. Sie verlieren jede Selbständigkeit und sterben nicht als Erwachsene sondern als Babys. Einmal Leben retour bitte.
Dann der politische Schaden welchen der graue Virus anrichtet. Die Gehirne der Alten sind so verkalkt und ihre Herzen so verstopft von Cholesterin und Bitterkeit, dass sie die aktuellen politischen Debatten nur mit bösartigem Gram verfolgen gepaart mit einem Bewusstsein das 50 oder mehr Jahre alt ist. Darum wählen sie irgendwelche Marketingparteien, die ihnen die immer gleichen Werte von Schweiz, Wohlstand, Schweiz, Arbeit, (dabei arbeiten die faulen Säcke ja schon lang nicht mehr!)Schweiz, Handorgel, Schweiz, Schlachten, Schweiz, Ausländer raus usw. auftischen. So brauchen diese beknackten Dinosaurier jeden Morgen zum Frühstück nicht nur jede Menge Pillen (bezahlt von uns) gegen das natürlicherweise schon längst angebrachte Abkratzen sondern auch ne gute Prise rechter Populismus, Hassbilder und Jasskartenidentität.
Ein psychologisches Phänonem wird zusätzlich gerne unterschätzt. Die traurige Wahrheit ist nämlich, dass die Alten jede Verbesserung dieser Welt mit allen Kräften verhindern wollen. Denn warum soll es uns Jungen besser gehen als ihnen Alten. Heuchlerisch wird zum Beispiel beim Thema Umweltschutz immer wieder auf Zukunft der Kinder verwiesen. Dabei wären die Alten froh, ginge diese Kloake in der wir uns heute schon befinden, noch mehr den Bach ab. Verschwinden in der tiefste Kanalisation aus Scheisse und Blut um ihren eigenen Kampf als ihren eigenen behalten zu dürfen und ihn nicht für uns sonder für sie selber gekämpft zuhaben. Sie können es uns nicht gönnen, dass es uns besser geht. Die Alten wählen nicht nur SVP weil sie schlicht weg dumm sind, und rassistisch, sondern weil diese Partei in ihrem Unterbewusstsein genau das Etablissement repräsentiert, gegen welche sie auch kämpfen mussten. Bauern welche das Glück hatten, besser dran zu sein.
Und sagen sie nicht, dass die Alten die Renten, die Freiheit für verantwortungslose Dummheit, für grenzenloses Sabern in Räumen für menschliche Pflanzen, überbordende Fremdenfeindlichkeit, Schmarotzertum durch Unfähigkeit an allen, verdient hätten. Weil sie uns alles aufgebaut hätten. Weil sie soviel gearbeitet haben. Wenn jemand mit einer Zahnbürste einen Boden putzt, kann er noch mit soviel Ehrgeiz dahinter gehen, es ist trotzdem dumm und uneffektiv. Und wenn ich mir die heutigen Welt mit ihrem lächerlichen System aus Lottogewinnern, welche andere vom Lottogewinn träume lassen, von verschmutzen Böden, abgeholzten Wäldern und ausgestorbenen Meeren anschaue, da weiss ich wirklich nicht, wofür ich dankbar sein sollte. Für den Wohlstand?! Ha der funktioniert ja nur wenn man dem Druck unterliegt. Für die Freiheit? Die Freiheit sein Leben alten Schmarotzern zu widmen? Sicherheit? Die Sicherheit auch mal in der Sinnlosigkeit der Abhängigkeit von Jungen zu landen. Nein danke!
Während ich im Zug diesen Text schreibe, stören mich neben mir ein paar Rentner mit für sie typischen Wanderstöcken in eine für ihr Niveau typischen Gespräch:
Den Üetliberg können wir auch mal machen
Au ja, da hab ich nicht so weit zum anreisen.
Da ist es noch schön, gell.
Pause
Wer kauft den Wein für heute Abend?
Ich hab noch im Keller
Hat der Laden in Will noch offen, wenn wir ankommen?
Ich hab noch im Keller
Pause
Geht ihr jetzt mit dem Bus nach Hause?
Wann fährt der denn?
Fünf nach.
Ach so, wir nehme das Postauto.
Pause
Wann kommt der Kontrolleure?
Er war vorher fast da, dann ist er wieder umgekehrt.
Dann kommt er wohl später.
Pause
Nun kommen wir in die Nähe von Wil und die Alten können die Geschichten erzählen über die Häuser und Wege welche sie sehen:
Da ging ich mit meiner Tochter spazieren
Da wohnt Annelies
Da war ich mit dieser Krankenschwester vom Richard¨
Hier wohnt der Urs
Was macht der Urs, ist er verheiratet?
Wir sind in Will angekommen und sie steigen aus. Ich überlege mir eine Petition für laute Musik in Zügen mit Rentnergefahr zu starten.
Nächste Woche widmet sich Saile Klein der anderen grossen Schmarotzergruppe in der Schweiz: Den Bauern. Read more!
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Sunday, April 22, 2007
Titanic TV - Computerspiel
Ein Film vom entgültigen Satire Magazin Titanic.
Titanic TV 2
Titanic Homepage
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Friday, April 20, 2007
Besuch in der Fondation Beyeler
Ich war in der Edward Munch Ausstellung im Kunsttempel der Fondation Beyeler in Riehen. Das Gebäude erinnert sehr an eine Art antiken Tempel, einfach etwas Modern aufgepimt aber klar mit eine Säulenstruktur. Man steigt allerdings nicht hoch sondern läuft etwas runter, um es zu betreten. Das finde ich ein bisschen feige, denn es soll wohl Heimeligkeit vermitteln, obwohl der Besucher doch beeindruckt ist von den grossen Namen die hier hängen. (kleiner Witz vom Ende des 19. Jahrhundert am Rande „Wo hängt der wichtigste Van Gogh?“ „Der hängt schon lange nicht mehr, den haben sie nach drei Tagen runter genommen, als der Gestank ins Nachbarhaus drang.“ ) Man betritt das Museum, nach dem man als privilegierter Student eine lange Schlange passierte, durch einen Gang an der Seite des Gebäudes. Man schlüpft sozusagen rein und merkt gar nicht, wenn das ganze Teil eigentlich angefangen hat.
Drinnen dann typische moderne ähm ich mein aktuelle äähh zeitmässige Museumsstimmung mit weissen Wänden, weissen Sofas und Souvenirshop wo allerlei Krimskrams zum kaufen auf diesen typischen Holzblockmöbeln. Wir wollen aber zu Munch und können unseren natürlich antrainierten Trieb jetzt gleich zu konsumieren unterbinden. Obwohl Munch werden wir ja auch konsumieren, aber wir dürfen dafür nicht immer gleich bezahlen, dies haben wir ja bereits getan, bzw. unser Lehrer, das mindert die Befriedung wohl ungemein. Wie wäre ein Museum in welchen man zwar keinen Eintritt zahlen, dafür jedes mal einen Franken einwerfen müsste, worauf sich einem das gewünschte Bild für fünf Minuten zeigen würde. Wollte man es länger sehen, müsste man wieder Geld einwerfen. Die Mona Lisa wäre ein Goldgrube würde aber trotzdem gleich viel Umsatz machen wie ein weniger aber länger betrachteter Monet. Egal wir drängen in die Munchaustellung rein. Drängen deshalb weil es einfach zu viele Leute hat, als das man von gehen sprechen könnte. Die Besucher sind zu grossem Teil älter. Es hat zwar ein paar Familien, aber Menschen zwischen 20 – 30 (wie die aus meiner Klasse) sind eindeutig in der Unterzahl.
Wir mussten mal von unserer Schule aus Klassiker aus dem Kunsthaus Zureich abzeichnen. Es wurde gelost und ich kriegte die nordischen Expressionisten. Wie passend denken sie jetzt aber ich musste nicht einen Munch abzeichnen sondern einen Kokoschka: "Morgen und Abend". Ich fand dies bescheuert, denn ich halte nicht soviel von diesen Räumen für grosses Vergangenes. Sei behindern den Blick auf das Heutige. Nicht weil sie schlecht wären oder manipulativ. Nein weil sie so gross sind und wir uns doch nur ein Bild machen können, wenn wir die Sensibilität für das Kleine haben. Diese Kokoschkabild war aber sehr toll und durch das lange Betrachten der Gesichter habe ich den Begriff Expressionismus das erste Mal begriffen. Nur aber weil ich 2 Stunden davor sass, mich sehr darauf eingelassen habe, und meine Ruhe hatte. Diese Möglichkeit war in der Munchauststellung nicht gegeben. Ich habe zwar versucht, meine Blick durch die Massen an Bilder gleiten zu lassen, dann auf jene Bilder zu zugehen, an welchen mein Blick hängen blieb,(eine oberflächliche Methode ich weiss) und diese dann anzuschauen. Aber Zeit hatte ich dazu keine. Ständig lief jemand davor, ständig wurde etwas dazu gesagt. Und dazu kam, dass man sich schlecht konzentrieren kann, wenn eine Masse an Leute um einen herumschwirrt. Eine Bildbetrachtung, grad bei einem Expressionisten, ist etwas sehr intimes. Dies ist auf einem Jahrmarkt für grosse Künstler nicht möglich.
Was für Leute gehen in diese Munch Auststellung. Es ist ja nicht möglich diese Bilder wirklich wahrzunehmen. Natürlich könnte man sich vorbereiten, sich mit Werken des Künstlers beschäftigen und dann in der Ausstellung gezielt auf die Suche gehen um sie, und diese Qualität erreichen sie in einem Druck nie, in ihrer ganzen Farbigkeit zu betrachten. Dies ist aber der einzige Vorteil der Originale im Kontext in welchem sie in der Fondation Beyeler ausgestellt werden. Auf sie einlassen, sie länger studieren, ihre Wirkung zu erfahren ist nicht möglich. Zuviel ist los in den Räumen der grossen ganz grossen Kunst. Deshalb hege ich den Verdacht es geht hier um See-Sighting. Es wird keine Stadt besucht sondern ein Künstler. Der Eiffelturm von Paris wurde zwar geklaut (oder beschädigt, ich meine "Der Schrei") aber man kann ja noch das Centre Pompidou("Vampir"), die Sacre Coeur("Melancholie") oder das Montmarter ("Kuss" I – IIII ) betrachten. Damit man Munch mal gesehen hat. Der Eindruck wird so oberflächlich sein, wie jener japanischer Touristen, welche glauben in 3 Tage stressen von Luzern zum Jungfraujoch die Schweiz zu sehen. Aber ist das Konsum? Ja, denn es spiegelt sich der abstrakte Wille wieder, etwas vermeintlich Wichtiges durch Betrachtung zu behalten. Der Konsum besteht darin, Munch gesehen zu haben, ein Statussymbol in Form einer präsentierbaren Erinnerung, eines Erlebnisses zu besitzen. Dass man gar nicht fähig war, die tiefe Melancholie von Munchs Bildern aufzunehmen, welch grad bei den mit vermeintlich fröhlichen Farben gemalten Werken stark sein muss, ist nicht relevant. Das Spektakel Munch reicht.
Die Menschen die sich diese Ausstellung ansehen, wirken gut betucht. Vergleicht man zwischen den Blicken auf Munchs Bilder und jener auf die Auslege der Boutique so sind zweiter konzentrierter und gieriger. Ja die Leute wären verloren, könnte sich nicht ein Souvenir des so eben erlebten Spektakels mitnehmen. Diese Karten und Bücher werden anfangs betrachtet und später umso länger das „Erlebte“ vorbei ist verstauben und in Vergessenheit geraten. Denn das jetzt zählt ja. Wie schade da ich doch etwas vom schönsten an Kunst ihre Unvergänglichkeit finde. Das unglaubliche an Munch ist nicht unbedingt wie speziell er gemalt hat. Das er so ein revolutionärer Erneuerer war. Umso länger seine Lebenszeit und sein Werk her sein werden um so weniger extrem für jene Zeit werden sie empfunden werden. Nein, das faszinierende ist, das ich eine Zeitreise machen kann durch diese Bilder und dank ihrer hohen malerischen Qualität. Sie drücken menschliche Regungen von vor 100 Jahren aus und sind für mich trotzdem verständlich oder unverständlich aber sicher berührend. Obwohl der Munch in einer anderen, einer ganz andern Zeit gelebt hat und das ist cool.
Homepage der Fondation Beyler
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Tuesday, April 10, 2007
whatever tomorrow brings...
Wer schon immer wissen, wollte was ihm die Zukunft bringt. Klein Istanbul as Mezes, Niederdorf, Schmidgasse 6, Zureich.
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Tuesday, March 27, 2007
dylan is back (nich DER dylan)
Er lag da tot in seinem Blut, rot so rot wie rot sein kann, das so was dummes (sein), da so was dummes sein kann,
von denen gibt’s zu viel, nicht das ich das will, aber sie schaden uns und das ist zuviel, sagt der grüne Jägers Mann,
Im Tram, sitzen wir da, ein böser Tag, der doch ein guter war, „Billett bitte vorwise“, und ich dachte mit meinem Knie, war wohl klar,
wenn der Kapitalismus, der von der Produktivität der Konkurrenz ausgeht, selbst keine Konkurrenz mehr hat, was passiert dann mit ihm? Das Leben bleibt natürlich. Drum denkt nach, wenn über Bedrohungen wie der islamische Terrorismus gepredigt wird.
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Ein guter Witz...
Heute hat mir eine Mitschülerin einen lustigen Witz erählt. (Gruss an dieser Stelle an linecaro)
Ein Atheist kommt nach dem Tod, wie könnte es anders sein, in die Hölle. Er kommt an und der Teufel begrüsst ihn: „Schau dich ruhig ein bisschen um, wenn du Frage hast, steh ich dir gerne zu Verfügung.“
Der Atheist geht also los. Er sieht überall nur Blumenwiesen, wunderschöne unberührte Wälder, saubere Flüsse, die Sonne scheint, usw.. Alle Menschen scheinen in der Hölle total glücklich zu sein.
Doch plötzlich sieht er von weitem ein Loch. Er geht auf dieses zu und schaut hinunter. Dort unten sind Flammen und das schmerzvolle Gekreische von Menschen ist zu hören. Ja, da unten sieht es genau so aus, wie wir uns die Hölle vorstellen.
Der Atheist rennt erschrocken zum Teufel und fragt ihn, was dies zu bedeuten habe. Dieser antwortet gelassen: „Das sind die Christen, die wollen das so.“ Read more!
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Saturday, March 24, 2007
Wieder mal Tocotronic gehört...
"Ich höre dich sagen, mehr leise als laut, das haben sich die Jugendlichen selbst aufgebaut."
Final Contdown Part 2.
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Wednesday, March 21, 2007
Poker

Wie eine Seuche ist es über mich und meine Freunde gekommen: das Pokerspiel. Früher gingen wir an wilde Parties, besuchten tolle Konzert oder soffen uns aus Spass unter den Tisch. Heute sitzen wir nur konzentriert mit zwei Karten in der Hand an einem Tisch und schieben Chips durch die Gegend. Ich will hier jammern ja, aber ich muss ja auch mitmachen. Muss ich nicht? Doch! Aussteigen heisst beim Pokern verlieren. Es wird bei mir bald so sein, aber nicht freiwillig.
Früher hat es Spass gemacht. Heute nicht mehr. Wir reden nur noch über unsere Blätter oder unsere Geld. Man wird ausgelacht wenn man mit einem guten Blatt verliert. So gar nicht wie im früheren normalen Leben, da galt dies als cool. (was immer das auch heissen mag…) Wir saufen nicht mal mehr richtig, weil alle Angst haben die Übersicht zu verlieren und kiffen kommt gar nicht in Frage, das heizt zu sehr die Fantasie an. Diese schadet nur beim Poker spielen.
Ich kann auch nicht mehr sagen wer von meinen Freunden eingebildet oder arrogant ist. Das ändert je nach Chipleader. Auch wer depressiv ist, wird schwer einzuschätzen. Jemand ohne Chips wirkt nie sehr fröhlich. Bei anderen Spielen beeinflusst die Persönlichkeit der Spieler das Spiel, bei Poker ist es gerade umgekehrt. Glauben Sie nicht? Was grad beim Poker soll es anders sein? Grad Poker sei das Spiel, wo es um Psychologie der einzelnen Spieler gehe? Das glauben auch nur die Anfänger dieses Spiels. Das tönt zynisch, aber spielen Sie es mal über längere Zeit.
Am Anfang spielen die draufgängerischen Typen viel zu offensiv und die Scheuen defensiv. Die Draufgänger verlieren natürlich und die Scheuen kommen weiter. Aber wer zu passiv spielt hat in diesem Spiel keine Chance. Die Scheuen gewinnen deshalb doch nicht. Wer Initiative ergreift kann das Spiel leiten, solange er dies sinnvoll macht. Schlussendlich ist es umso höher das Niveau wird nur noch Wahrscheinlichkeitsrechnen. Psychologie wird nur gegen vermeintlich schlechte Spieler wichtig. Zu denen gehör ich noch immer, darum überschätzen meine Freunde das Spiel noch.
Zuerst war es ja nur Spass. Wir spielten um 5 Fr. und niemand nahm es so richtig ernst. Das heisst die Ehrgeizigen spielten am Anfang schon besser. Aber seit wir alle so besessen sind, hilft ihnen das auch nicht mehr. Es war noch lustig früher. Wir lachten, rauchten Joints und es konnte gut passieren, dass jemand Karo und Herz verwechselte und auf Flush spielte. Das war peinlich aber egal. War man rausgeflogen trank man Bier oder ging irgendwohin tanzen. Diese Zeiten sind vorbei. Die Einsätze wurden immer höher und dann kam die verhängnisvolle Rolex. Bis zu diesem Punkt hätte man noch aussteigen können, danach gab es kein Zurück mehr.
Die verhängnisvolle Rolex befand sich am Arm von Rudolpho einem zukünftigen Piloten. (damals ich weiss nicht, was er heute macht, ausser Poker spielen.) Er hatte in letzter Zeit sehr, sehr oft gewonnen, da er keinen Alkohol mehr trank. Unsere Einsätze hatten damals erst die 100 Fr. Grenze erreicht. Aber bei 7 Spielern kam schon ziemlich was zusammen. Die Rolex war ziemlich fett und kaum zu übersehen. Man hatte allerdings auch nicht das Gefühl, dass Rudolpho sie verstecken wollte. „Wie teuer war die denn?“ fragte jemand. Rudolpho sagte keinen Preis, doch was er sagte, sollte Konsequenzen haben. „Hat genug gekostet, aber nach den paar Siegen, dachte ich mir, dass kann ich mir jetzt leisten…“ dazu grinste er verführerisch.
Seit diesem verhängnisvollen Ereignis ist es vorbei mit dem Spass. Der Ernst des Lebens hat uns. Jeder will nur gewinnen und weil jeder viel gewinnen will, spielen wir um Beträge die ich hier nicht nennen möchte. Dummerweise sind wir inzwischen alle so gut, dass es fast nur noch Glückspiel ist. Allerdings haben wir dafür eine Lösung gefunden. Wir zahlen inzwischen nicht mehr am Anfang des Spiels die gleichen Beträge, sondern können immer wieder Bargeld nachlegen. Umso mehr man einbringen kann, umso besser werden die Chancen zu gewinnen. Wer gewinnt hat natürlich beim nächsten Mal spielen wieder bessere Chancen. So hat sich Poker immer mehr auf unseren Alltag ausgedehnt.
Für mich sind die Folgen davon gut und schlecht. Gut ist, dank diesem System werd ich bald einen Grund haben, nie mehr Poker spielen zu müssen. Da ich im Wahrscheinlichkeitsrechnen relativ schlecht bin, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ich bald pleite sein werde. Schlecht ist, Freunde werde ich dann keine mehr haben, denn Aussteigen bedeutet nicht nur das finanzielle sondern auch das soziale Ende, da sind wir konsequent. Schlimm finde ich das nicht. So ist das Leben. Oder?
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saile klein
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Monday, March 19, 2007
Music Macine
mit freundlichem gruss und dank ans link-genius Binro Walderscha von linkilicious
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Von der Wahrheit
Es ist sehr anstrengend. Warum muss es Wahrheit überhaupt geben. Ich kann sie nicht gebrauchen, sie nützt mir nichts, nein noch schlimmer die Wahrheit erschwert alles, bis es versinkt in der unglaublichen Tiefe und Schwärze des Kosmos. Also im Nichts, absolute Wahrheit ist nichts… unendlich wie das Weltall. Macht ist Wissen, nicht umgekehrt. (Jack Nickolson zu Johnny Depp in irgendeinem Film) Fickt euch ihr Wahrheitsfanatiker. Ihr seid die Faschisten und Fundamentalisten. Jene die behaupten der Mensch ertrage ein Leben in Lüge nicht, dabei erträgt der Mensch ein Leben nur in Lüge, die Wahrheit wäre, dass unser Leben ein Zufall ist, dass wir einfach dahinplätschern. Wir haben weder ein klares Bewusstsein noch eine Vorstellung von Realität. Versuch mal so zu leben…Gute Nacht!
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Friday, March 09, 2007
Husworks

Schöne Sachen gemacht von Simon Noynay
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Thursday, March 08, 2007
Film aus dem Bündner Land
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Was man nicht sieht, existiert nicht.
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Wednesday, March 07, 2007
Kommentar zu Britenys Selbstmordversuch

Eine der poulärste Vertreterinnen moderner Schlagermusik wollte sich umbringen. Jetzt kann wenigstens niemand behaupten, sie hätte es nicht versucht zu beenden.
Ps: Wer das als Zynismus bezeichnet, sollte sich mit den Funktionen von Blut und Schlagoberst beschäftigen.
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saile klein
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Saile Klein und der KP
Mit diesen „Chipkarten“, kurz SimCard, bekam man eine Nummer, wie eine Art Hausadresse über welche man kommunikationstechnisch erreichbar wurde, nur eben im Gegensatz zum Telefon mobil und ohne Kabel. Durfte von dem die „Verbindung zur Aussenwelt“, kurz VZAW, über den KP zur Verfügung stellenden Konzern eine monatliche Miete für diese Dienstleistung bezogen werden so wurden die KPs praktisch gratis an den „Kommunikationsnutzer“, kurz KN, abgegeben.
Der Kommunikationsprügel wirkte auf die Kommunikationstätigkeit der Bevölkerung genauso steigernd wie das Bauen von Strassen für den Autoverkehr. Inzwischen befindet sich ein Mensch ohne KP auf einer „Einsamen Kommunikationsinsel“, kurz EKI. Wer sich einmal auf einer EKI befindet, hat wie die Schauspieler der Fernsehserie „Lost“ äusserste Mühe von ihr wegzukommen. Natürlich gibt es noch das unterstützenswerte „Interaktive Netz zur Förderung der Verbreitung von Musikpiraterie, dilettantischer Kunst und Kurzfilmen zum Thema Pornographie und Gewalt“, kurz Internet (englische Abkürzung). Doch zur persönlichen Kontaktaufnahme wurde der Besitz eines KPs unverzichtbar. Diese gibt es inzwischen mit Kameras, Internetverbindung, Musik, Fernsehen usw. damit die KNs auch neue KPs brauchen und die VZAW noch intensiver nutzen.
Die „Firmen welche die Dienstleistung VZAW zur Verfügung stellen“, kurz FWDDVZAWZV, sind natürlich daran interessiert, dass die VZAWs von den KN´s über die KP´s intensiv genutzt werden. Da das Internet die einzige ernstzunehmende Konkurrenz zu den „Kommunikationsmöglichkeiten“, kurz KM, der VZAWs der FWDDVZAZVs ist, wird versucht den KP möglichst mit dem Internet zu in einer Einheit zu verbinden. Dies funktioniert über den „Ausbau der KPs zur Möglichkeit der Nutzung des Internets“, kurz AUKPZMNDI, welche über das „System zur Verbindung zur Aussenwelt und dem Internet“, kurz SVZAWI, funktioniert. Sie fragen sich natürliche jetzt wie der normale KN, welcher sein KP so einfach als irgend möglich nutzen möchte, ohne auf einer EKI zu landen, oder für „sozial tot“, kurz ST, erklärt zu werden mit der Entwicklung der VZA des KNs über die KPs durch die FWDDVZAZV dank SVZAI zum AUKPZMNDI, mental mithalten konnte.
Das wunderbare ist, der KN muss das gar nicht. Das einzige was er tun muss ist zur gegebenen Zeit den „Kauf eines neuen Kommunikationsprügels“, kurz KNKP, anzustreben. Es können so habe ich gehört sogar „Halbjahres Abos zu Kauf eines neues Kommunikationsprügels“ kurz HAZKNKP, bestellt werden. Man kriegt dann für „relativ wenig Geld“, kurz RWG, alle 6 Monate einen neuen KP und besitzt sozusagen eine „Versicherung gegen den Einzug auf eine einsame Kommunikationsinsel“, kurz VGEAEKI. „Leider kann ich mir das nicht leisten“, kurz LKIMDNL oder auch ARM. Einen älteren KP konnte ich aber trotzdem für RWG abstauben.
Damit bin ich wenigsten etwas vor der „Gefahr vor dem Einzug auf eine EKI“, kurz GVEAEKI, geschützt. Die Gefahr bleibt natürlich bestehen, das ich als „trendloser Hund“, kurz TH, kreative Entwicklungen wie die „Ästhetik schlechter KP-Videos“, kurz ÄSKPV, oder das „laute Hören von spezieller Musik durch Kopfhörer in der Öffentlichkeit“, kurz LHSMKÖ, verpasse und mir dadurch zwar nicht die totale GEAEKI droht aber doch zumindest der „praktische ST“, kurz PST, „muss ich in Kauf nehmen“, kurz MIKN oder auch MIIKN. Aber wie sagte mein Urgrossvater grossmutterlicherseits, ein Wagenschmied der nach der Erfindung des Reifens pleite ging und Alkoholiker wurde, stets: Es ist einiges zeitaufwendiger und teuerer mit einem Automobil irgendwo hinzufahren statt sich in seiner Stammkneipe zu betrinken und macht erst noch weniger Spass. Read more!
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saile klein
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Thursday, March 01, 2007
AKW für die Schweiz... wieder ein Schritt weiter!
In der Schweiz sollen wieder neue Atomkraftwerke gebaut werden. Es wird zur Zeit viel über Energie und Klima diskutiert. Die Stomindustrie hat den Zeitpunkt genutzt und die Diskussion zum Thema AKW neu lanciert. (oder war es doch der Bundesrat?!) Axpo Sponsor der einheimischen Fussballliga, dem es egal ist, dass man ihn nicht als Stromanbieter erkennt, denn Hauptsache das Image ist positiv, sendet in Kino und bald Fernsehen Clips mit Köbi-National(trainer der Schweizer Fussballmannschaft) welche die Diskussion über Energie fördern sollen.
Ich bezweifle ob diese Clips neue Inputs geben werden. Sie haben vor allem zwei Botschaften, welche urchig schön verpackt werden. 1. Wir brauchen Strom 2. Alternative Energien sind eher lächerlich. Dass der Stromproduzent Axpo überhaupt kein Interesse am Energie Sparen hat, was für ihn nämlich tiefere Verkaufszahl bedeuten würde, ist klar. Energieminister Leuenberger hat das auch erstaunlich schnell festgestellt. Er kritisierte die Werbung im „10vor10“ und tags darauf konterte Köbi Kuhn. Toller Dialog. Gerecht wäre natürlich Energiesparer mit billigeren Preisen zu fördern, Energieverbraucher mit höheren zu bestrafen, (proportional wie bei den Steuern) dadurch mehr Effizienz zu schaffen, aber wenn es nicht um Produktionssteigerung geht, ist der freie Mark nicht sehr innovativ.
Köbi Kuhn hat sich übrigens im Blick vom 27.2. 07 schon einiges schlauer ausgedrückt, als im „10vor10“. Er meinte er brauche im Monat nur Strom für ca. 15 Fr. und spare wo er nur könne. Deshalb kann er gar kein Lobbyist sein, ist ja logisch. Danke Köbi bescheiden und ein Vorbild wie immer. Einer dieser Clips, jener der sich über Solarenergie lustig macht, wurde von Axpo auf Grund der Kritik wieder zurückgezogen. Das macht nun wirklich Angst, denn damit geben sie ihre Absichten ja zu. Nur nicht den Energiedialog stören… jaja… Politische Diskussionen in Zeiten der Privatisierung. Der Ablauf wie das Thema AKW in Zeitungen vorkam, war sehr interessant.
Zuerst kam vom Bundesrat die Devise wir brauchen neue AKW´s. Über diese Botschaft wurde als Botschaft in allen Zeitungen berichtet. Dann wurde darüber etwas debattiert ohne diesen Grundsatz ehrlich zu hinterfragen. Erst als die Botschaft „Wir bauen sowieso neue Atomkraftwerke“ mal gesetzt war, wurde in den Medien das ungelöste Problem der nuklearen Abfälle erwähnt. Zeitlich Abfolge der Medienberichte war also 1. Wir brauchen neue AKWs. 2. Wir bauen neue AKWs 3. Die jetzigen Standorte wären bereit für neue AKWs 4. Die Frage bleibt wohin mit dem nuklearen Abfall. Und da zwischen 1. und 4. eine Woche Bla bla liegt, tangieren sie sich nicht wirklich. Zum Glück leben wir in einem Land in dem jede Zeitung schreiben, darf was sie will. Dadurch können kontroverse Debatten entstehen und neue Lösungen. Ausser man manipuliert das System, aber das würde sich doch nie jemand trauen. (es tut es Gott sei dank selber)
Das nur durch Energiesparen eine Lösung gefunden werden kann, ist wieder in den Hintergrund getreten. Aber es ist so. Egal wie sehr wie alternative Energien fördern, egal wie fest wir die Erde mit Öl, Gas, Kohle oder Uran noch verschmutzen, langfristig werden wir den Energiebedarf der Wirtschaft und der Privaten nicht mehr decken können. Nur ist die Wirtschaft noch nicht bereit umzustellen, sie braucht Zeit und die gibt man ihr. Am WEF in Davos wurde der Klimawandel als Tatsache akzeptiert, ja fast bejubelt. Die Techniken zur Herstellung von umweltfreundlicher Energie und zum Energiesparen als neuer Boommarkt der Zukunft gepriesen. Mit Betonung auf Zukunft, der Markt braucht noch etwas Zeit.
Unsere Wirtschaft funktioniert ja nach Schaffen von Bedürfnissen. Bestes Beispiel dafür ist das Handy; verkauf es billig, schau das jeder eins braucht. Heute ist es soweit, dass mensch ohne Handy auf einer sozial einsamen Insel lebt, ohne Kontakte nach aussen. Aber die Wirtschaft scheint nicht so flexibel zu sein, jetzt schon das Bedürfnis nach Nachhaltigkeit zu fördern, denn der strukturelle Wandel ist riesig. Es wird noch einige Zeit gehen, bis uns suggeriert wird, dass wir „Sparlampen“ und „Geräte ohne Stand-By-Funkton“ „brauchen“. Stromverkäufer wie Axpo stehen darum sehr unter zeitlichen Druck, doch noch Umstände zu schaffen um auch in Zukunft genug Energie anbieten zu können und das geht nur über Atomkraftwerke. Sie stehen in direkter Konkurrenz zu den Anbietern von nachhaltigen Produkten. Der ach so flexible freie Markt ist also genau so schwerfällig wie die demokratische Staaten, ja er scheint so gar noch langsamer zu reagieren.
Dass Europa, welches im Verhältnis zu den USA viel weniger Energie pro Person braucht, sich einen riesigen Vorteil herausholen könnte, wenn es anfangen würde, von sich aus weniger Ressourcen zu verbrauchen, scheint uns hier nicht klar zu sein. Dabei ist die Abhängigkeit vom Gas Russlands und vom Öl aus dem Osten ein finanzieller und politischer Schadensfaktor von gigantischem Ausmass. Das Argument, dass die Wirtschaft für den Wohlstand der Gesellschaft sorgt, trifft hier auf Grund der globalen Verstrickungen der Grosskonzerne nicht zu. Hätten Politiker und Wirtschaftsleute egoistisch nur das Wohl Europas im Sinn,(was ich auch nicht so toll fände, aber immer so kommuniziert wird) so müssten sie schon längst auf Nachhaltigkeit und Sparsamkeit setzen.
Die europäischen Grosskonzerne verhindern aktiv, dass für die kommenden Generationen eine bessere Ausgangslage geschaffen wird. Die Energiedebatte ist schlussendlich auch die Frage ob der Kapitalismus fähig sein wird, nicht nur Überfluss und im Überfluss sogar neue Bedürfnisse die über diesen hinausgehen herzustellen, sondern auch produktiv mit den dem Menschen natürlich gesetzten Grenzen umzugehen. In die Breite zu wachsen und nicht nur in die Höhe. Die letzen Wochen und die Medienberichte über die neuen Atomkraftwerke lassen einen sehr stark zweifeln, ob ein Bewusstsein zu dieser Problematik existiert. Wir wursteln lieber noch etwas weiter.
Axpo Clips
10vor10 Archiv 1 + 2
Blick 27. 2. 2007 Read more!
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saile klein
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3:30 AM
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Labels: Bolidik
Weltwoche watch

Auf DRS 2 dem einzigen interessanten Radio Sender der Schweiz waren diese Woche zwei spannende Beiträge zur Weltwoche zu hören. Die Weltwoche ist die einzige Wochenzeitung der Schweiz, welche die finanzielle und institutionelle Substanz hat, publizistisch auf hohem Niveau zu berichten. Leider ist sie in den letzen Jahren in der Angst links-liberal wie offiziell der restliche Medienkuchen zu sein, so sehr nach rechts und in Richtung Thesenjournalismus für gläubige Neoliberale gerutscht, dass man sie nicht mehr lesen kann, ohne sich verarscht vorzukommen. (fast schon religiöse Wiederholungen von den Gründen für eine freie Marktwirtschaft, denken die ihre Leser seien so blöd…?) Gründe für diese Entwicklung werden in den beiden leider relativ kurzen Beiträgen aufgezeigt und ebenso die Frage nach der unklaren Finanzierung der Weltwoche gestellt.
Kontext vom 27. 2. 2007
Drs2aktuell vom 26. 2. 2007
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Posted by
saile klein
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2:37 AM
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